
Regenwassernutzung – Regenwasser filtern und sinnvoll einsetzen
Statt Regenwasser ungenutzt versickern zu lassen, können Sie es filtern und für verschiedene Zwecke nutzen – etwa für die Bewässerung Ihres Gartens oder zur Wasserversorgung im Haus. Hier erfahren Sie mehr über die Vorteile einer cleveren Regenwassernutzung und welche Systeme Sie dafür einsetzen können.
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Alle Vorteile der Regenwassernutzung
Regenwasser ist kostenlos und vielseitig verwendbar. Wenn Sie es regelmäßig sammeln, sparen Sie nicht nur Geld, sondern tun auch der Umwelt etwas Gutes, indem Sie wertvolle Wasserressourcen schonen.
Alle Vorteile der Regenwassernutzung:
- Schonung der natürlichen Ressourcen
- langfristige Kosteneinsparungen durch effiziente Wassernutzung
- weniger Abhängigkeit vom öffentlichen Wassernetz
- vielfältige Nutzung zur Gartenbewässerung, Toilettenspülung, Waschbecken, Dusche
- Entlastung der städtischen Kanalisation und Vermeidung von Überflutungen
- Verbesserung des Mikroklimas durch gezielte Bewässerung
- Nutzung von Regenwasser als Beitrag zum Wasserkreislauf
- positive Auswirkungen auf die lokale Biodiversität
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Regenwassernutzung: Aufbau, Funktion und Nutzen einer Regenwasserzentrale
Eine Regenwasserzentrale ist das technische Herzstück einer Regenwassernutzungsanlage im Gebäude. Sie steuert die Wasserversorgung aus der Zisterne, regelt automatisch die Umschaltung auf Trinkwasser bei leerem Regenwassertank und sorgt für konstanten Druck an den Entnahmestellen. Mit einer Regenwasserzentrale können Sie Regenwasser automatisch sammeln und im Haus nutzen und gleichzeitig teures Trinkwasser sparen. Die Steuerung ist einfach, Sie müssen sich um nichts weiter kümmern.
Die Zentrale setzt sich aus einer Pumpe, einem Steuer- und Druckregler, einem Speicher und einem Umschaltventil zusammen. Dank praktischer Sensoren sehen Sie bei vielen Modellen auf einen Blick, wie hoch der Füllstand ist. Auch ein Trockenlaufschutz oder Notüberlauf ist in den meisten Modellen integriert. Ist einmal nicht ausreichend Regenwasser vorhanden – weil es schon länger nicht mehr geregnet hat oder Sie den Vorrat aufgebraucht haben – stellt die Zentrale automatisch auf Trinkwasserversorgung um. Ist der Speicher wieder mit Regenwasser gefüllt, erfolgt die Umstellung ebenso automatisch.
Regenwasserfilter zur Regenwassernutzung
Regenwasser läuft über Dachflächen und Dachrinnen in ein Sammelbecken. Dort wird das Wasser dann mit einem Filter von Laub, Schmutz und Keimen befreit. Zur Regenwassernutzung kommen verschiedene Filtersysteme zum Einsatz. Je nachdem, wie Sie das Wasser nutzen möchten, steht eine breite Auswahl an Filtern zur Verfügung. Je nach Wasserquelle (Regenfallrohr, Zisterne oder Erdtank) und der gewünschten Wasserqualität sind unterschiedliche Materialien und Varianten geeignet. Sie können sich zum Beispiel für den Erdeinbau (für unterirdische Zisternen) oder den Zisterneneinbau (platzsparend, reduziert Schmutzablagerungen) entscheiden. Das gereinigte Wasser gelangt anschließend in eine Zisterne oder einen Erdtank.
Regenwassernutzung – Wartung und Pflege sind entscheidend für eine gute Wasserqualität
Ganz entscheidend für die Wasserqualität und dafür, dass Filter nicht verstopfen, ist eine regelmäßige Reinigung. Entfernen Sie Laub und Schmutz und prüfen Sie das gesamte System auf mögliche Verstopfungen oder Beschädigungen. Bei Bedarf tauschen Sie einzelne Filterelemente oder Dichtungen gegen neue aus. Denken Sie auch daran, das System rechtzeitig winterfest zu machen – insbesondere bei oberirdischen Komponenten!
Rechtliches rund um die Regenwassernutzung
Zum Gießen und die häusliche Nutzung von Regenwasser gelten andere Vorschriften als für Trinkwasser. Wichtig: Regenwasser darf nicht als Trinkwasser verwendet werden; selbst dann nicht, wenn es gefiltert wurde. Für andere Zwecke ist die Nutzung aber unter bestimmten Bedingungen erlaubt.
- Für Gießwasser und Wasser für WC und Waschmaschine gelten weniger strenge Anforderungen an die Wasserqualität.
- Es müssen jedoch bauliche Schutzmaßnahmen vorhanden sein, um zu verhindern, dass verunreinigtes Wasser ins Grundwasser oder in die öffentliche Trinkwasserversorgung gelangt.
- Technische Normen (z. B. DIN 1989) regeln unter anderem die Filtertechnik, Rückstausicherung und Auslegung der Speicheranlagen.
- Regenwassersysteme müssen fachgerecht installiert und regelmäßig gewartet werden.
Tipp: Informieren Sie sich am besten bei Ihrem örtlichen Wasserwerk oder Bauamt – dort erfahren Sie genau, was in Ihrer Region erlaubt ist.
Hygiene und Wasserqualität – gehen Sie bei der Regenwassernutzung keine Kompromisse ein!
Regenwasser ist nie 100 % rein – deshalb muss es gefiltert und regelmäßig kontrolliert werden. Keime, Blätter, Staub oder chemische Rückstände können sonst schnell zum Problem werden. Ohne Pflege und Kontrollen drohen Rückstau, Verkeimung oder unangenehme Gerüche. Nach der Filterung (zum Beispiel durch Feinfilter) kann das Wasser im Haushalt für die Toilettenspülung wie für die Gartenbewässerung verwendet werden. Eine chemische Aufbereitung ist im privaten Bereich in der Regel nicht notwendig und kommt meist nur bei speziellen Anlagen zum Einsatz.
Häufig gestellte Fragen
Das Sammeln von Regenwasser lohnt sich, wenn Sie die Kosten für den Wasserverbrauch im Garten oder Haushalt senken möchten. Das Ganze ist relativ einfach und kostengünstig umsetzbar und zugleich eine umweltfreundliche Alternative zur Verwendung von Trinkwasser. Gerade in Regionen mit sehr kalkhaltigem Leitungswasser kann Regenwasser eine sinnvolle Lösung sein. Es ist von Natur aus relativ weich und schont Ihre Geräte und Leitungen vor Verkalkungen. Besonders für die Gartenbewässerung, die Toilettenspülung oder – mit entsprechender Technik – sogar für die Waschmaschine ist Regenwasser bestens geeignet.
Ein Filter sorgt dafür, dass grober Schmutz wie Laub, Insekten oder andere Partikel gar nicht erst in Ihre Zisterne gelangt. Ohne Filter kann sich organisches Material zersetzen, was zu Gerüchen, Algenbildung oder Verkeimung führen kann. Je nachdem, wofür Sie das Regenwasser nutzen möchten, sind zusätzlich Feinfilter oder spezielle Filtereinsätze sinnvoll – etwa, wenn das Wasser auch in der Waschmaschine oder im Haus zum Einsatz kommt.
Das hängt davon ab, wie intensiv Sie das System nutzen und wie stark es durch Laub, Staub oder andere Umwelteinflüsse belastet wird. Als Faustregel gilt: Mindestens einmal im Jahr sollten Sie den Filter gründlich reinigen und auf Schäden überprüfen. In stark belaubten Gegenden oder bei offener Dachentwässerung kann eine häufigere Reinigung sinnvoll sein. Moderne Systeme mit leicht zugänglichen Filtern erleichtern die Wartung erheblich.